Heimatverein Wiedenbrück-Reckenberg per Fahrrad auf Münsterland-Tour 2012

Es ist die Beschaulichkeit, die parkähnliche Landschaft, die vielgerühmte Gastronomie, es sind die prächtigen Bauernhöfe und nicht zuletzt das relativ flache Geländeprofil, welches das Münsterland zu einem Paradies für den Fahrradtourismus macht. Und mitten darin das geschichtsträchtige, einfach schöne Münster, welches alleine immer einen Besuch lohnt.

All das fanden die Freunde des Heimatvereins Wiedenbrück bei der viertägigen Fahrradtour bestätigt.
Damit sich jedoch der ganze Reiz dieses westfälischen Landstriches erschließt, bedarf es schon auch der akribischen Vorbereitung und Organisation. Versiert und seine ganze Erfahrung einbringend, erledigte Hans-Josef Alke diese Aufgaben vorzüglich. Auf verschlungenen, idyllischen Wegen führte er die Gruppe zu den vorgegebenen Zielen. So am ersten Tag bis Ostbevern mit einer Zwischenstation in Sassenberg zur obligatorischen Kaffeepause und Kloster Vinnenberg, heute ein Refugium, in dem gestresste Zeitgenossen der Lebenssinnfindung nachgehen und Ruhe tanken können. An den jeweiligen Tageszielen angekommen, ergaben sich immer überaus gemütliche Abende in fröhlicher Runde, die natürlich zudem bereicherten.
Am zweiten Tag erneut eine abwechslungsreiche Strecke, Straßen möglichst meidend, auf der die ganzen schönen Impressionen der Gegend aufgenommen werden konnten, ging es zunächst zum Vogelschutzgebiet Rieselfelder Münster und dann weiter bis Gimbte. Dieser kleine Ort zeigt sich überaus pittoresk. Im Garten eines der vorzüglichen Restaurants, dann das verdiente Mittagsmahl von Qualität. Übernachtung und ein extra nach Wünschen der Teilnehmer vom Küchenmeister (Hotel Riehemann) kreiertes Abendessen in ansprechendem Ambiente in Steinfurt Ortsteil Borghorst. Beim abendlichen Spaziergang wurde aus einem Park lauter Gesang vernommen. Der Heimatverein veranstaltete dort ein „Lagerfeuer-Singen“ und es wurden mit instrumentaler Begleitung von mehreren hundert Anwesenden die alten bekannten Volkslieder intoniert. Die Wiedenbrücker sangen natürlich kräftig mit und wurden sogar zu einem nächtlichen Besuch des imposanten Heimathauses mit einer beachtlichen Sammlung interessanter Exponate eingeladen.

Dritter Tag bei herrlichstem Sommerwetter in Münster. Auch wenn jeder die Stadt kennt, sah man sich zu einem ausgiebigen Bummel durch die Innenstadt animiert und ließ sich von der Atmosphäre von Westfalens Metropole verwöhnen. Der Abend nahm seinen Anfang im allbekannten Brauhaus „Pinkus Müller“ und der Tag klang im Freien stimmungsvoll aus vor dem an Geschichte reichen, malerischen Rathaus in der Außengastronomie des „Ratskellers“.

Es herrschte auf der Fahrt nicht nur eitler Sonnenschein, doch es gab keinen Regen. Bei der Heimfahrt setzte dieser jedoch hinter Freckenhorst mit aller Heftigkeit ein. Als Beeinträchtigung dieser gelungenen, erlebnisreichen und erinnerswerten Ausfahrt wurde dieser aber nicht mehr empfunden.