Mittelalterliche Schatzkunst in Münster – Ausstellung Goldene Pracht

Die Ausstellung „Goldene Pracht“ in Münster, die vom 25.2. bis zum 28.05.2012 in der Domschatzkammer und dem Landesmuseum Münster zu sehen ist, zeigt über 300 wertvolle und in ihrer Qualität weltweit einmalige Stücke zu Glauben, Frömmigkeit und Goldschmiedekunst im Mittelalter. Fast alle Stücke sind auch in Westfalen hergestellt worden, aber heute über die ganze Welt verstreut.

Daher ist die Schau einmalig in ihrer Art. Spannend ist, dass ein paar der Highlights auch der näheren Umgebung und sogar aus Wiedenbrück, aus dem Kirchenschatz von St. Äegidius stammen.

Der Prudentia-Schrein aus Beckum, die Chormantelschliessen aus Minden, das Altarretabel aus Herzebrock, das heute in London in der National Gallery zu Hause ist und die Scheibenmonstranz aus Wiedenbrück. Mit vier weiteren Vergleichsstücken wird die Scheibenmonstranz in der Domschatzkammer gezeigt. Das ist eine Mini-Serie, die einmalig ist auf der Welt und die in der gleichen Werkstatt geschaffen wurde.

Die Nähe zu Osnabrück wird auch der Grund sein, warum auch in Wiedenbrück viele Goldschmiede im Mittelalter ansässig waren. Bis in die frühe Neuzeit war das ein wichtiger Erwerbszweig. So auch im Hansehaus Ottens, das ebenfalls Besitzer kannte, die als Goldschmiede tätig waren.

Das Bild zeigt den Kurator Holger Kempkens, der über seine Promotion mit Rheda-Wiedenbrück verbunden ist vor der Vitrine in der die Scheibenmonstranz gezeigt wird.

Ein lohnendes Ziel für den kommenden Münsterausflug.

Und wer schon mehr sehen will, es gibt einen schönen Film, der die Ausstellung vorstellt: