20 Jahre Plattdeutscher Krink

Einen besonderen Geburtstag feierte unser Arbeitskreis „Plattdeutscher Krink“ am 16. April 2005.

Getreu dem Gedicht:

Lange Tiet wuor de plattdöitschke Spraok för
minnächtig hollen.Dat häw sick wahne ännert.
Vandage tellt de aolle Moderspraok wier.Viell Lüe
seiht in, wat se wiärt ist. Ouse Wahlspraok:
Wi wullt dat Plattdöitschke hauge haollen,
et is doch nich blaut för de Aollen.

konnte am 16. April 2005 der Plattdeutsche Krink im Heimatverein Wiedenbrück-Reckenberg e.V. sein 20 jähriges Bestehen feiern.
Der Tag begann mit einer Jubiläumsmesse in der Marienkirche, gehalten von Pfarrer Alois Hermwille, an der Orgel spielte Alfons Michels, der Ehrenvorsitzende des Heimatvereins.
Um 12.00 Uhr fand im Gasthof Jägerheim der Festakt statt. Die Festgäste wurden begrüßt von der Vorsitzenden des Krinks, Katharina Korsetzke.
Festansprachen wurden gehalten von dem 1. Vorsitzenden des Heimatvereins, Manfred Schumacher und dem Ehrenvorsitzenden Alfons Michels.
Es sang der Chor der Senioren-Gemeinschaft St. Aegidius Wiedenbrück unter Leitung von Josef Düppmann.
Und nun ein Blick in die Geschichte des sehr aktiven Plattdeutschen Krink:

Am 15. März 1985 trafen sich Heimatfreunde erstmalig zum Plattdeutschen Stammstisch im Gasthof Lippentrup in Langenberg. Unter Leitung von Frau Lübbert und Frau Schoder wurde dieser plattdeutsche Stammtisch gegründet,
Diesem ersten Treffen folgten bald viele unter den verschiedenen Themen;
Im März 1986 sollte über Austern gekuert werden,
Im November des gleichen Jahres  hieß das Thema Um’t Friggen un umde Hochtied.

Es folgten immer regelmäßigere Treffen und Fahrten, die immer irgendwie sich auf plattdeutsches Brauchtum oder die plattdeutsche Sprache bezogen.
Jetzt trifft man sich immer von Oktober bis April jeweils am letzten Donnerstag des Monats im Cafe Westhoff an der Birnstrasse in Wiedenbrück, Beginn ist um 19.30 Uhr.
Der April ist jeweils vorgesehen für eine gemeinsame Abschlussfahrt. Man besucht andere Heimatvereine oder Sehenswürdigkeiten in der näheren Umgebung.
Der plattdeutsche Krink liegt in den bewährten Händen von Katharina Korsetzke.
Usse Plattdeutsch geit noch lange nich daut,

do sit noch ganz viel Kraft und Maut.

Un auk viel Fröggen in use aolle Platt,

keik bei us in, dann miärkst du dat.
So mögg ick sieen !

So mögg ick sieen, äs düssen Dagg:
So sialenwarm un wiet,
So klaor in mienen Üöverlagg,
so still un aohne Striet.

De Blomen staoht an Wiägesrand,
dat Feld ligg vull von Gold.
Darüöwerhiär de Hiemmel spannt
Sein Telt so blank un stolt.

So mögg ick sieen: för annere riek

Un för mi sölwer froh,
Den Hiemmel drüöwer – dann is’t gliek,
of“t so kümp odder so.
Augustin Wibbelt

Text: Rudolf Bresser