Heimatverein Wiedenbrück-Reckenberg e.V. in der Dürerstadt Nürnberg

Die diesjährige Viertagesreise des Heimatvereins Wiedenbrück-Reckenberg führte 35Teilnehmer per Bus in die Dürerstadt Nürnberg. Dort angekommen mußten natürlich zuerst die berühmten Nürnberger „Rostbratwürste auf Kraut“ probiert werden, als Stärkung für die Stadtführung, die dann trotz Sommerhitze in zwei Gruppen absolviert wurde und die schon mit den wichtigsten Sehenswürdigkeiten der ehemaligen Freien Reichsstadt vertraut machte.

Heimatverein Wiedenbrück Nürnberg 2016

Bildquelle: Reisegruppe des Heimatvereins in Nürnberg unter der Leitung von Horst Schauer

Nach der ersten Nacht in einem Grand Hotel südlich des großen Hauptbahnhofs ging es am 2. Tag zur Wallfahrtsbasilika Vierzehnheiligen, die ab 1743 nach Plänen von Balthasar Neumann erbaut wurde. Ihr Glanzstück ist ohne Zweifel der prächtige Gnadenaltar, dessen Darstellungen der 14 Nothelfer, die hier einst einem Schäfer erschienen sein sollen, ein Franziskanerbruder erklärte.
Die nächste Station der Reise war dann das nahegelegene Bamberg, das auf sieben Hügeln erbaut wurde und wo die Heimatfreunde wieder 2 Stadtführer erwarteten. Da diese in einer Stunde nur einen kleinen Teil der Erzbischofsstadt mit den Gruppen begehen konnten, mußte z. B. der Kaiserdom selbst erkundet werden. Schließlich wartete hier der berühmte Bamberger Reiter auf seine Besucher und die große Grabtumba des Gründungspaares von Bamberg, Kaiser Heinrich II. und seine Gattin Kunigunde, die beide heilig gesprochen wurden und auch oft Paderborn besuchten.

Der dritte Reisetag stand dann in Nürnberg zur freien Verfügung, so daß man in Ruhe die Kirchen, die Kaiserburg mit der Doppelkapelle oder die vielen Museen besichtigen konnte. Viele schauten auch bei Albrecht Dürer vorbei, dessen Frau Agnes immer noch Besucher durch ihr Haus führt, das der bedeutendste deutsche Künstler der Renaissance von 1509 bis 1528 bewohnte.
Bemerkenswert ist in Nürnberg die vollständig erhaltene große Stadtmauer, in der immer wieder romantische Winkel gastronomisch genutzt werden und zur Einkehr einladen. Diese und viele andere Lokale luden dazu ein, die lauen Sommerabende im Freien zu verbringen.
Dann nahte schließlich der Rückreisetag, an dem noch ein Abstecher nach Bad Kissingen an der fränkischen Saale in der Rhön unternommen wurde. Das dortige alterwürdige Kurhaus, dessen Vorgänger ebenfalls Balthasar Neumann im Auftrag der Würzburger Fürstbischöfe baute, ist sehr gepflegt und eindrucksvoll. Nach dem Mittagessen und einem Spaziergang an der Saale, ging es wieder zurück mit dem Bus nach Wiedenbrück, das rechtzeitig zum EM-Achtelfinale erreicht wurde.
Die schöne und erlebnisreiche Fahrt war, wie schon seit ein paar Jahren, wieder vom HV-Vorstandsmitglied Horst Schauer hervorragend vorbereitet worden und nahm insgesamt einen guten Verlauf. Reisebericht verfasst von Sigrid Theen

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